Leitungswasser

Da Stuttgart in einem Wassermangelgebiet liegt, kommt das Trinkwasser jeweils zur Hälfte von der Fernwasserversorgung, die es haupsächlich im Donauried in Ulm gewinnt, und der Bodenseewasserversorgung, die Wasser vom Bodensee nach Stuttgart liefert.
Qualitativ ist das Wasser hochwertig und die kontrollierten Inhaltsstoffe liegen mit großem Abstand unter den Grenzwerten. Um die Qualität kümmert sich unter anderem das Gesundheitsamt der Stadt. Ein Zentrallabor führt täglich Routineprüfungen durch 1), weitere Informationen liefert die Homepage der Stadt. Um einer Verschlechterung der Wasserqualität in den Wasserleitungen der Wohnung entgegen zu wirken, bietet das Umweltbundesamt eine Interessante Bröschüre zum download an. Ein wichtiger Tipp daraus ist, das Wasser vor dem Trinken ablaufen zu lassen, bis es etwas kühler wird, hieran erkennt man dann, dass das Wasser aus den Hauptleitungen kommt.
Einen sehr hohen Beitrag zur Energie- und Ressourceneinsparung kann man mit dem Konsum von Leitungswasser bewirken. Durch das Abfüllen, den Transport und nicht zuletzt die Verpackung entsteht bei Flaschenwasser ein wesentlich höherer Energieverbrauch, dieser liegt um teilweise mehr als das tausendfache über dem des Leitungswassers! 2)

Stuttgarter Mineralwasser

Spätestens seit S21 ist es fast jedem bekannt, dass es in Stuttgart ein reiches und qualitativ hochwertiges Mineralwasservorkommen gibt.
An mehreren Stellen ist dieses der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Eine Übersichtskarte findet ihr auf der Homepage der Stadt.
2008 kamen die Mitarbeiter der Stuttgarter Zeitung auf die Idee, verschiedene Sprudel sowie Quellwässer aus Cannstatt und Umgebung zu testen und geschmacklich zu vergleichen. Resultat: das Wasser der Auquelle hat den meisten am besten geschmeckt, es war somit als leckerer empfunden worden als die Mineralwässer aus dem Supermarkt oder auch Leitungswasser. Es hat mit den oft säuerlichen Geschmack der eher bekannten Quellen nichts gemein. Viele Stuttgarter sind davon begeistert und trinken es sogar fast ausschließlich. Man kann das Wasser an den Entnahmestellen gut in Flaschen (Stückweise oder gleich ganze Kästen) kostenlos abfüllen. Im Sommer können die dann im Kühlschrank gelagert werden.
Für jeden Genießer ein absolutes Muß - und völlig für umsonst.
Die Auquelle befindet sich in Bad Cannstatt an der Neckartalstraße Richtung Mühlhausen, unterhalb vom Römerkastell, schräg gegenüber von Celesio /Gehe bzw. vor den poco-Märkten. Sie ist von Cannstatt aus kommend auf der rechten Seite und als Glassäule mit innenliegendem Wassersprudler zu erkennen. Dort ist ein Becken mit Hahn montiert. Das ist der Abfüllhahn. Es gibt zwei Parkplätze und die U14 fährt auch direkt vor (Haltestelle „Mühlsteg").

Bürgerbegehren 100-Wasser

Im Jahr 2002 wurde die Stuttgarter Wasserversorgung privatisiert und an die EnBW verkauft. Seit diesem Zeitpunkt engagieren sich Bürgerinnen und Bürger der Stadt für einen Rückkauf der Wasserversorgung, da sie die Wasserversorgung als ein besonderes Gut angesehen, dass nicht zu marktwirtschaftlichen Zwecken missbraucht werden soll. So wurde die Aktion 100-Wasser gestartet die 25.700 Unterschriften für eine Rückkauf sammelte.

 


1) http://www.stuttgart.de/item/show/16588#headline4be12a0ca22b3
2) http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,624421,00.html

 

Ausgezeichnet durch den NACHHALTIGKEITSRAT
Auszeichung Werkstatt Projekt 2012  

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